Die inneren Werte der Tomaten machen mittlerweile auch in der Medizin von sich reden. Inhaltsstoffe und ihre gesundheitsfördernden Wirkungen stehen im Interesse wissenschaftlicher Untersuchungen.

Dabei kommt es nicht nur auf wertvolle Bestandteile, wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente an, sondern insbesondere auch auf sekundäre Pflanzenstoffe, zu denen das Lycopin zählt. Dieser Pflanzenstoff zeichnet sich durch ein gutes antioxidatives Potential aus und schützt Körperzellen durch Unterstützung beim Abbau aggressiver Sauerstoffverbindungen (freie Radikale).

Studien weisen darauf hin, dass Lycopin das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Entwicklung von Krebszellen verringern können. Tomaten wirken positiv auf Immunsystem, Blutdruck, Cholesterin- sowie Blutzuckerspiegel und helfen Entzündungen vorzubeugen. Sogar der Zusatz von Lycopin als antioxidativer Wirkstoff in Fleischerzeugnissen wird untersucht, um gesundheitsförderliche Fleischwaren zu realisieren.

Positive Eigenschaften also, wenngleich weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig sind, um die Wirkung der Substanz im Detail zu ermitteln.

Zur Klärung der Wirkungskette von der rohen, gesunden Tomate zu einem guten Gesundheitszustand fördert die EU innerhalb des 6. EU-Rahmenprogramms das Projekt `Lycocard` unter der Leitung der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.